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Ortsteil Britz

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Britz ist ein Ortsteil im Bezirk Neukölln von Berlin. Britz ist baugeschichtlich bekannt geworden durch die Sendeanlage des Deutschlandradios (früher Sendeanlage des RIAS), die Großsiedlung Britz (früher zunächst Fritz-Reuter-Stadt genannt) mit der Hufeisensiedlung und die Großwohnsiedlung Britz-Buckow-Rudow, die seit 2002 einen eigenen Ortsteil Berlin-Gropiusstadt bildet.

Britz wird 1237 erstmals urkundlich erwähnt als Dorf Britzig. Im Landbuch Kaiser Karls IV 1375 wird es als Briczik geführt. Der Ursprung des Namen liegt im sorbisch-wendischen, zu vergleichen mit den obersorbischen pristaw (der Hafen) oder predmesto (Vorstadt bzw. Vorort). Hierbei ist zu erwähnen, dass die Ortsteile Neuköllns (Nowe Chelno) von jahrhundertelanger Ansiedlung vorwiegend nordböhmischer Handwerker geprägt wurden.

Bei der Bildung Groß-Berlins 1920 kam Berlin-Britz als Landgemeinde mit 13.475 Einwohnern zum Bezirk Neukölln.

Nach den planerischen Vorarbeiten der Kommune im Winter 1924/Frühjahr 1925 sollten auf dem Ackerland des ehemaligen Rittergutes Britz mit Hauszinssteuermitteln öffentlich geförderte Wohnungen erstellt werden. Die dabei entstehende Großsiedlung Britz wurde an der trennenden Nord-Süd-Achse („Rote Front“) in zwei in sich geschlossene, aber sich beinahe feindlich gegenüber stehende Siedlungen mit jeweils rund 1000 Wohneinheiten geteilt, die im ersten Bauabschnitt 1925/1926 von zwei unterschiedlichen – erst im Jahre 1924 neu gegründeten – Wohnungsbaugesellschaften hochgezogen werden:

  • Die Deutsche Gesellschaft zur Förderung des Wohnungsbaus (DEGEWO) erhielt den östlich des Grünen Rings (heute: Fritz-Reuter-Allee) liegenden Bereich zugeteilt und errichtete hier die „Eierteichsiedlung“ bzw. „Krugpfuhl-Siedlung“ an der Buschkrugallee (Planung: Engelmann & Fangmeyer);
  • die Gemeinnützige Heimstätten-Aktien-Gesellschaft (GEHAG), eine Tochtergesellschaft der von Martin Wagner geleiteten Deutschen Wohnungsfürsorge Aktiengesellschaft (DEWOG), stellte auf dem westlich der Fritz-Reuter-Allee liegenden Gelände unter der organisatorischen und künstlerischen Leitung Martin Wagners und Bruno Tauts die bekannte „Hufeisensiedlung“ dagegen.

Bei der nach knapp einem Jahr Bauzeit anstehenden Fertigstellung des ersten Bauabschnittes waren „links“ das halbe Hufeisen, die „Rote Front“ und die Einfamilienhäuser im Hüsung und dem nördlich angrenzenden Gelände mit zusammen 500 Wohneinheiten zum 1. September 1926 bezugsfertig; dem stand „rechts“ die schon einige Monate eher begonnene DeGeWo-Siedlung fast abgeschlossen gegenüber.

Über das Belegungsverfahren in der Hufeisensiedlung gab es unterschiedliche Ansichten; während auf der einen Seite die Belegung – quasi offiziell – durch die Wohnungsämter ohne große Mitsprache der gewerkschaftlichen Wohnungsbauorganisation geschehen sein sollte, berichteten die Betroffenen ex post, dass die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft Grundbedingung für den Einzug gewesen sei. Unabhängig von dieser offenen Frage des unmittelbaren Gewerkschaftsbezuges ist eindeutig belegt, dass die Mieter der Großsiedlung Britz hauptsächlich aus Anhängern der SPD bestehen; das erste Wahlergebnis von 1928 weist über 50 % der Stimmen für die SPD bzw. fast 70 % für die – aus SPD und KPD bestehende – Linke aus.

Die Mieter der beiden Siedlungsteile schlossen sich unmittelbar nach ihrem Einzug im Herbst 1926 zu zwei getrennten Mietervertretungen zusammen:

  • In der DEGEWO-Siedlung gründete sich der „Siedlerverein am Buschkrug e.V.“: Dieser vertrat die Interessen der unter einem spitzen Dach lebenden Bewohner östlich der Fritz-Reuter-Allee und gab als Informationsorgan das wöchentlich erscheinende Nachrichtenblatt der Großsiedlung Berlin-Britz, im Laufe des Jahres 1928 für kurze Zeit zusätzlich oder wahrscheinlich stattdessen das Informationsblatt Heim am Buschkrug heraus.
  • Auf der anderen Seite der Straße schlossen sich die unter dem Flachdach wohnenden Mieter der Hufeisensiedlung zu einem „Bewohnerausschuss der Gehagsiedlung“ zusammen und gaben im Herbst 1926 die noch im gleichen Jahr wieder eingestellte Zeitschrift Das Hufeisen heraus. An die Stelle dieser reinen Siedlungszeitschrift trat ab März 1927 das wöchentlich erscheinende Organ Die Wohngemeinschaft – Das Blatt der Großsiedlung Britz, Neukölln-Dammweg und des Siedlervereins Neu-Rudow. Diese Zeitschrift erschien bis mindestens Ende 1929, ab Ende 1928 überregional mit dem Untertitel Das Blatt der Großsiedlungen.

Ortsteil Britz in Berlin Neukölln

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Britz <--- HIer finden Sie weitere Informationen zum Ortsteil Britz


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